Kennst du schon …. Sandra
Was fasziniert an Sandra? Dazu sagt ihr Partner Heiko Boknecht: „Mich fasziniert, dass Sandra nach all den Jahren immer noch so für das Schwimmen brennt, dass ihr jedes Training immer noch wichtig ist, dass ihr der Verein am Herzen liegt und dass sie insbesondere im Wettkampf immer so gut performt und liefert – auch wenn das Training vermeintlich nicht läuft“.
- Karin, Sandra, Peter
Sandra Stuhr ist ein echtes Winsener Schwimmverein-Urgestein. Seit 1977 eng verbunden mit dem Verein, hat sie national und international Erfolge gefeiert – als Jugendathletin wie auch jetzt im Mastersbereich – und ist aktiv für den Winsener Schwimmverein, auch abseits des Beckens. Wir feiern 75 Jahre WSV und 50 Jahre SG Wiste
1977 überredete eine Schulfreundin Sandra, das Schwimmen auszuprobieren. Die Freundin war schnell wieder weg, Sandra blieb. Aus einer Trainingseinheit pro Woche wurden rasch drei Mal, und bald trainierte sie montags bis freitags nach der Schule von 13 bis 14 Uhr, abends oft erneut. Von dieser Zeit profitiert heute noch die SG-Wiste Masters-Generation: Claudia, Martina, Jana, Frank (heute Wasserballer, Kennst du schon … Frank )und Marco sind weiterhin erfolgreich, inspiriert von den 1980er Jahren.
Sandras Karriere nahm rasch Fahrt auf: Bereits 1980, drei Jahre nach dem Einstieg, schwamm sie bei der DMS in der 2. Bundesliga zusammen mit Claudia (Kennst du schon Claudia) und Karin Seick. 1982 folgte das Debüt bei den Deutschen Meisterschaften, erneut zusammen mit Karin und Claudia – Peter Niehoff (Peter Niehoff) als Trainer war immer dabei, und bekanntermaßen trat damals auch Michael Groß an gleicher Stelle an. Um diese Erfolge zu ermöglichen, investierten auch ihre Eltern viel: Familienurlaube wurden rund um ein Schwimmbad gebucht und Klassenreisen wurden so geplant, dass auch ein Frühtraining im nahen Verein passt.
Selbst während der Ausbildung in Hamburg ließ sie sich nicht vom Weg abbringen: Nach der Arbeit fuhr sie in die Hamburger Alsterschwimmhalle und trainierte im Stützpunkt. Dieser Weg gab ihr recht: Eines der größten sportlichen Erfolge als Jugendliche blieb das Erreichen des B-Finales über 400 Lagen bei den Deutschen Meisterschaften 1986 in der offenen Klasse.
Als ihre Söhne kurz nacheinander geboren wurden, zog sie sich 1997 zunächst aus dem Training zurück. Ab 2001 gelang es mit viel Koordinationsaufwand, wenigstens einmal pro Woche zu trainieren; Wettkämpfe mussten dem Familienleben weichen und erst 2003 startete sie wieder bei Wettkämpfen in der Nähe von Winsen. Als die Kinder älter wurden, konnte wieder mehr trainiert werden, und im Masters-Bereich setzte sie ihre erfolgreiche Schwimmkarriere fort. Zwei Bronze-Medaillen bei der EM in Rom 2022 über 200/400 m Lagen war eine überraschende Belohnung und bleibt eine Gänsehaut-Erinnerung.
Zwischenzeitlich wird im Winter nur noch drei Mal pro Woche trainiert, im Sommer öfter (das Steller Freibad liegt ja praktisch nebenan). Donnerstags kommt oft noch ein Athletik-Training dazu. Um verletzungsfrei ganz oben in ihrer AK 55 mitzuschwimmen, gönnt sie ihrem Körper auch Ruhe; denn die Trainingseinheiten, die sie mit großer Leidenschaft nutzt, gehen oft bis an die Grenze. Besonders schön findet sie, dass am Montag eine richtig gute Trainingsgruppe entstanden ist, die sich gegenseitig pusht.
- Sandra, Anne, Britta, Claudia
Und heute? Sie ist stolz darauf, in den letzten Jahren nicht langsamer geworden zu sein und hat weitere Ziele vor Augen: Vielleicht mal den deutschen Masters-Rekord über 200 m Brust in ihrer Altersklasse zu knacken – nur 1,5 sec fehlen da von ihrer Bestzeit der letzten Jahre. Wir drücken die Daumen!
Sandra ist zufrieden: Sie hat in Winsen schwimmerisch alles ausgeschöpft, nichts verpasst. Zusammen mit Heiko, der ihre Schwimmleidenschaft teilt und selbst äußerst erfolgreich ist, der sie kontinuierlich unterstützt und pusht. Er gibt ihr den Tipp: „öfter mal die Komfortzone verlassen, dann klappt es auch mit dem nationalen Einzeltitel“.
Und wenn kein Training ist: Sandra backt leidenschaftlich gern und ist Schnäppchenjägerin pur. Laut eigener Angabe hat sie kein Trainings- und Schwimmoutfit, das nicht reduziert gekauft wurde. Chapeau!









