Kennst du schon … eine Hommage an den Trainer Wolfgang
87 Jahre und immer noch mehrmals wöchentlich am Beckenrand als Trainer und Schwimmlehrer – wer kann das schon von sich behaupten? In Deutschland scheint das einzigartig zu sein.
Wolfgang, ehemaliger Seefahrer, ist seit seiner Kindheit dem Schwimmen und damals noch der DLRG verbunden. 1970 übernahm er die Schwimmabteilung des TSV Stelle und brachte im Freibad Stelle seinen Kindern Martina und Marco das Schwimmen bei – mit erstaunlichem Gespür für Talent. Lizenzen bis zum B-Trainer (die zweit höchste DSV-Lizenz) zählen zu seinen Verdiensten.
1976 bei den deutschen Jahrgangsmeisterschaften, hatten Peter Niehoff (link Peter) und Wolfgang die Idee einer Startgemeinschaft zwischen Winsen und Stelle (link Einladung). Schnell stellten sich die Erfolge ein. Karin Seick mit Olympia-Medaillen 1984 erinnert daran, welches Talent in der Gruppe steckt. Noch heute schwimmen Martina Homeyer (ehem. Zack) und Claudia Lipski (ehem. Dörmann) aktiv in der Mastersgruppe von Wolfgang. Genau 50 Jahre ist es jetzt her, dass Wolfgang und Peter den Grundstein für dieses „Schwimm-Mekka“ im Norden Niedersachsen, das zeitweise den Status „Stützpunkt“ hatte, legten. Wolfgang als Stützpunktleiter und Organisator, Peter als Honorartrainer und Taktiker – ein starkes Team bis weit in die 2000er. Eine besondere Auszeichnung erhielten beide mit einer Hospitation des Stützpunktes in Budapest/Ungarn.
Mit der SG-Wiste feierte das Team Wolfgang und Peter viele Erfolge: 12 Jahre Bundesliga der Frauenmannschaft, Landesliga der Männer, Erfolge bei Olympischen Spielen, WM, EM, Deutschen Meisterschaften und etliche Deutsche Rekorde.
Langsam ist es etwas ruhiger geworden, „nur“ zweimal die Woche werden die Mastersschwimmer trainiert und Montagnachmittag wird Kindern das Schwimmen beigebracht. Und erstaunliche 4500 Seepferchenabzeichen seiner „Schwimmkinder“ später ist er noch immer aktiv.
56 Jahre im Dienst des Schwimmens, und der Spaß bleibt: Ab und zu macht er selbst noch Wettkämpfe mit – ein Vorbild auch für die Masters.
Und was sagen seine Masters? Wolfgang als Trainer ist die „Zuverlässigkeit in Person“ und lässt es sich auch bei „Wind und Wetter nicht abhalten“, am Beckenrand die Anweisungen zu geben. Wolfgang ist einfach „Kult“ und „seit mehr als 50 Jahren seiner Linie treu“. Und was denken sie über ein Training ohne Wolfgang? „Undenkbar“, „wie ein Wettkampf ohne Staffelwettbewerbe“ und „so selten wie ein 29. Februar“ – unglaublich!






