Kennst du schon … Ina & Bernd
Wer sonntagmorgens zwischen 9 und 10 Uhr zum Familienschwimmen kommt, wird sie garantiert antreffen: Ina und Bernd. Was viele vielleicht nicht wissen – die beiden gehören zu den echten Pionieren des Babyschwimmens und haben diese Erfolgsgeschichte im WSV bereits Anfang der 1990er Jahre mitgeschrieben.
Bernd Meyer ist dem WSV schon seit den 1970er Jahren verbunden. Angefangen hat er als Schwimmer, später entdeckte er seine Leidenschaft für den Wasserball und ist bis heute aktiv. Seine Frau Ina Zeyn kam über ihn zum WSV. Als Leiterin einer Kindertagesstätte brachte sie viel Erfahrung im Umgang mit Kindern mit – eine ideale Voraussetzung für das, was folgen sollte.
Als ihre eigenen Kinder geboren wurden, suchten beide nach einer Möglichkeit, ihnen schon früh die Freude am Wasser zu vermitteln. Doch entsprechende Angebote gab es damals kaum. Also nahmen sie die Sache selbst in die Hand und gründeten 1993 das Babyschwimmen im WSV.
Ihre gerade einmal zwei Monate alte Tochter war Teilnehmerin des allerersten Kurses – und gleichzeitig das liebevoll genannte „Versuchsobjekt“. Denn damals gab es wenig Fachliteratur und kaum Seminare oder Lizenzen für Babyschwimmen. Ina und Bernd entwickelten vieles aus eigener Erfahrung und mit viel Engagement. Sie gehörten damit zu den ersten überhaupt, die dieses Angebot in Deutschland aufbauten.
Dass ihre Arbeit bundesweit Aufmerksamkeit erregte, zeigte sich schon wenig später: 1995 fand der erste deutschlandweite Lehrgang zum Babyschwimmen statt – organisiert vom WSV in Winsen. Der Verein hatte sich längst einen Namen als Vorreiter gemacht.
Aus einem einzigen Kurs wurden schnell mehrere parallele Gruppen. Viele Familien blieben dem WSV über Jahre bis heute treu. Rund um Ina und Bernd entstand eine enge Gemeinschaft, aus der bis heute Freundschaften bestehen. Zu den Familien der ersten Stunden gehören unter anderem Claudia und Michael Lipski.
Nach sechs erfolgreichen Jahren übergaben Ina und Bernd das „Wasserbecken“. Inzwischen hatten beide ihre C-Lizenzen erworben, und Claudia ( Link: kennst du schon Claudia) übernahm das Babyschwimmen.
Aus den regelmäßigen Treffen entwickelte sich mit den Jahren weit mehr als nur ein Schwimmangebot. Eltern und ihre „Kinder“ trafen sich auch außerhalb der Schwimmhalle, unternahmen Radtouren oder wollten einfach gemeinsam Zeit im Wasser verbringen. So entstand das Familienschwimmen jeden Sonntag und das seit 26 Jahren.
Von 8 bis 9 Uhr betreuen Claudia und Michael die Frühaufsteher. Anschließend übernehmen Ina und Bernd von 9 bis 10 Uhr die „Langschläfer“. Wichtig sind Gemeinschaft, Begegnung und das Miteinander.
Eine Besonderheit, auf die beide stolz sind: Das Familienschwimmen findet 52 Wochen im Jahr statt – nur wenn die Insel geschlossen ist, fällt es aus.
Und wenn die beiden doch einmal Urlaub machen? Dann springt ganz selbstverständlich jemand aus der Gruppe ein.
Selbst sind Ina und Bernd „Inselfreunde“. Jeden Herbst zieht es sie für drei Wochen nach Kreta. Dort genießen sie Wanderungen, Strand, gutes Essen und entspannte Menschen – ein wohltuender Ausgleich zum aktiven. Danach freuen sie sich aber jedes Mal wieder darauf, sonntagmorgens beim Familienschwimmen zu sein.


